| Die Caesar-Chiffre ist wohl eines der
einfachsten und ältesten Verfahren, um Nachrichten zu verschlüsseln.
Der römische Kaiser Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) soll
mithilfe dieses Verfahrens mit dem Senator Cicero kommuniziert haben
und gab deshalb der Chiffre seinen Namen.
Beim Caesar-Chiffre handelt es sich um eine monoalphabetische
Substitution. Das zugrunde liegende Alphabet wird um k Zeichen
zyklisch rotiert und unter das Ausgangsalphabet geschrieben. Dadurch
wird jedem Buchstaben des Klartextes eindeutig ein anderer Buchstabe
zugeordnet. Das k entspricht dem Schlüssel, mit dem ver- und
entschlüsselt wird. Oft wird statt der Zahl k auch der Anfangsbuchstabe
des verschobenen Alphabetes als Schlüssel angegeben.
Beispielsweise wird das Alphabet um 3 Zeichen verschoben (Schlüsselbuchstabe
"D"):
Klartextalphabet:
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ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ |
Geheimtextalphabet: |
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DEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZABC |
Jeder Buchstabe des Klartextes wird durch den Buchstaben ersetzt
der jeweils unter diesem Buchstaben steht. Umgekehrt verfährt
man, um einen Geheimtext zu dechiffrieren.
In der nachfolgenden Simulation kann das Verfahren interaktiv nachgespielt
werden. Die Eingabefelder Klartext, Schlüssel und
Chiffre können beliebig verändert werden. Als
Schlüssel muss der Anfangsbuchstabe des Geheimtextalphabets
eingegeben. Der Chiffrier- bzw. Dechiffriervorgang startet automatisch
bei der Eingabe von Text. Die Auswahl von "Verschlüsseln"
oder "Entschlüsseln" bezieht sich nur auf die Änderung
des Schlüsselbuchstabens.
Es gibt außer der Verschiebe-Methode noch weitere Varianten
der Caesar-Chiffre, z.B. kann als Geheimtextalphabet auch jede beliebige
Permutation des Klartextalphabetes verwendet werden (dieses Alphabet
ist dann zugleich der Schlüssel).
Allen Varianten gemeinsam ist, dass sie leicht zu knacken sind.
Dazu werden die Häufigkeiten der Buchstaben im Geheimtext bestimmt
und mit den Häufigkeiten der Sprache verglichen. Das "e"
z.B. ist der mit Abstand am häufigsten auftretende Buchstabe
in der deutschen Sprache und ist deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit
dem am meisten auftretenen Geheimtextbuchstaben zugeordnet usw..
Oft reicht es sogar, einfach alle möglichen Schlüssel
(beim Verschiebe-Chaesar z.B. 26) auszuprobieren.
Anregung zum selbständigen Experimentieren:
Versuchen Sie durch Probieren mit verschiedenen Schlüsseln
heraus zu bekommen, welcher Klartext zu "YWZWAEWTGLKUZSXL"
verschlüsselt wurde.
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